Sankt Martin 2017

„Ich geh mit meiner Laterne“ erklang als erstes Lied in der ökumenischen Andacht vor dem Martinszug am 14. November 2017 in der Johanneskirche. Viele bunte Laternen waren dabei in der nur wenig beleuchteten Kirche zu sehen. Pfarrer Jan Gruzlak begrüßte die Kinder mit ihren Familien und die „Pennenfelder Kids-Kapelle“, die bereits zum vierten Mal die Andacht und den Martinszug begleitete.

Nachdem eine Schülerin die Martinsgeschichte erzählt hatte, kündigte Pfarrer Gruzlak auch eine Expertin in Sachen Heiliger Martin an: die Handpuppe Lanetje. Als die wahren Experten entpuppten sich jedoch dann die Kinder, als es um die Frage ging, weshalb es mit Sankt Martin so eine schöne Sache sei und warum es gut sei, dass man teilt. Ein Junge erklärte dazu: „Wenn der eine anfängt mit dem Teilen, machen alle anderen mit.“ Nach dem Gedicht „Der arme alte Bettler“, vorgetragen von Pater Anton, folgte dann auch das Lied „Sankt Martin“.

Anschließend sammelten sich alle Kinder mit ihren Klassen vor der Robert-Koch-Schule zum Martinszug, der zur großen Freude aller wieder von einem Sankt Martin „hoch zu Ross“ (Oliver Merxs vom Gut Broichhof in Niederbachem) angeführt wurde. Mit Schildkröten-, Giraffen-, Minions-, Aquarien-, Sternen-, Emojis- und Heißluftballon-Motiven erleuchteten die Kinder die Pennenfelder Straßen – ein „Lichtermeer zu Martins Ehr“ – und sangen zur Erinnerung an Sankt Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilte. Instrumental begleitet wurden sie von der Musikkapelle „Deutschmeister Lannesdorf“ und der „Pennenfelder Kids-Kapelle“ unter der Leitung von Bernd Rieche (Trompete) mit Pennenfelder Bläsern, Trommel und Beckenspieler. Mit Lichtern und Laternen hatten auch viele Anwohner ihre Häuser und Vorgärten geschmückt.

 

 

 

 

 

Mit dabei waren zwanzig Kinder mit ihren Familien aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung in der Deutschherrenstraße. Begleitet wurden sie von zwei Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes, die in der Woche zuvor mit den Kindern ihre Pilzlaternen gebastelt und ihnen die Tradition und die Martinslieder erklärt hatten.

Zurück an der Robert-Koch-Schule gab es dank der Unterstützung der Lannesdorfer Jugendfeuerwehr wieder ein beeindruckendes Martinsfeuer auf der Wiese vor der Schule. Den hohen Palettenturm dazu hatte zuvor der Hausmeister Herr Raptis aufgeschichtet. Am reichhaltigen Buffet wurden daneben viele leckere Speisen und Getränke zugunsten des Fördervereins verkauft. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender und Helfer, denen das beliebte Buffet zu verdanken war! Entsprechend gestärkt ging es danach für viele Kinder weiter zum „Schnörzen“ in der Nachbarschaft.

Am nächsten Morgen konnten sich die Grundschulkinder noch über eine Überraschung freuen: Alle Schülerinnen und Schüler bekamen einen Weckmann geschenkt. Weitere 80 Weckmänner, finanziert von der evangelischen Johannes-Kirchengemeinde, brachten Schulleiterin Brigitte Fuchs und die Schulpflegschaftsvorsitzende Andrea Bäcker am Morgen nach dem Martinszug den Kindern in der Zentralen Unterbringungseinrichtung in der Deutschherrenstraße.

Ein großer Dank geht auch an das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei, die den Martinszug abgesichert haben, ebenso wie an die ehemalige Schulpflegschaftsvorsitzende Rita Roscher, die jetzigen Schulpflegschaftsvorsitzende Andrea Bäcker und ihrer Stellvertreterin Mounia Ben Aouad für die perfekte Organisation dieses schönen Festes. Gedankt sei gleichfalls dem Stadtteilfonds des Quartiersmanagements Pennenfeld, der wieder den größten Teil der Finanzierung des Martinszuges übernommen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

Claudia Wanner

(Fotos: Rita Roscher, Claudia Wanner)

St. Martin 2017